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Farbratten Im Allgemeinen kann man sagen, das diese Haustiere in den 80er Jahren als Punkertiere verschrien waren, aber heute zur allgemeinen Haustierkategorie dazugezählt werden. Sie sind sehr intelligent, können bei guter Pflege zahm und sehr zutraulich werden. Wobei man dazu sagen muss, das sie für kleine Kinder bis zehn Jahre wohl eher ungeeignet sind. 
Wissenschaftliche Einordnung: Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha) Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea) Familie: Langschwanzmäuse (Muridae) Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae) Gattung: Ratten (Rattus) Art: Farbratte Wissenschaftlicher Name: Rattus norvegicus forma domestica Beschreibung Charakteristisch für eine Ratte ist eindeutig der dicke lange Schwanz, der sicherlich bei den meisten Leuten ein unangenehmes Gefühl verursacht, bei der Beschauung bzw. beim Berühren dessen. Hinzu kommt eine längere Schnauze, als vergleichsweise bei der Maus und eine mit vielen langen Tasthaaren besetzte Nase. Natürlich gefärbte Ratten haben eine meist braune Fellfärbung, die am Bauch und am Kinn auch weiß sein kann. Gezüchtete Farbformen der Farbratte sind z.B. Farben wie creme-caramelfarben oder Husky, welche meist bläulich bis grau ist, deren Fellfärbung sich aber meist wie ein Pinselstrich von der Mitte des Kopfes angefangen, bis hin zum Hinterleib hinunter zieht, sind heutzutage auch sehr beliebt und haben zur Eingliederung in die normale Haustierkategorie mit beigetragen. Haltung Da Ratten von Natur aus sehr agil sind und viel Bewegung und Auslauf haben müssen, sollten sie bei artgerechter Haltung die Möglichkeit zur ausreichenden Bewegung bekommen. In dem Fall sollte der Käfig eine Mindesthöhe von 60-80 cm haben, in dem am besten mehrere Etagen zum Spielen, Faulenzen und Tobben eingebaut sind. Des weiteren sollte den Ratten genügend Material zum knabbern und spielen zur Verfügung gestellt werden, so das die geschickten Nager nicht auf die Idee kommen, ihre Käfigschale (Einstreuschale) zu beknabbern, was beim rattigen Eifer auch schnell zur kompletten Zerstörung derselben führen könnte. Dafür bieten sich z.B. Klopapierrollen, alte Zeitungen, ausrangierte Putztücher (nach dem Waschen) oder Kunsstoffröhren an. Ernährung Prinzipiell futtern Ratten alles, was ihnen schmeckt. Süßigkeiten und süße Getränke schmecken ihnen zwar auch, ist aber bei mehrmaligem Genuss mehr als nur schlecht für die Zähne, sondern es kann auch zu Magenverstimmungen, Vitaminmangelerscheinungen und Durchfall kommen. Die beste und gesündeste Ernährung für Ratten ist, das speziell im Handel erhältliche Farbratten-Futter. Hinzu kommt frisches Obst und Gemüse, VORSICHT: kein Kohl und keine Kohlarten füttern, sowie ab und zu die Gabe von Vitaminen über`s Trinkwasser, die speziell im Handel erhältlich sind. Sozialverhalten In der Natur sind Ratten nie alleine, es sind sehr gesellige Tiere und oft in Rudeln anzutreffen. Auf diese Art des Sozialverhaltens sollte man bei der Anschaffung einer Ratte Rücksicht nehmen, klar ich habe auch schon oft gehört, das es auch Ratten gibt, die alleine gehalten wurden und damit auch "glücklich" waren. Wenn eine Ratte alleine gehalten werden soll, sollte dabei bedacht werden, das diesem Tier ein wichtiger Teil seines Lebens fehlt. Ein Mensch kann niemals ein Artgenosse sein, geschweige denn, einen ersetzen. Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier ist noch nicht so ausgereift, das man die Kommunikation, die auf einer für Menschen nicht hörbaren Tonhöhe zwischen den Tieren stattfindet,verstehen bzw ersetzen kann. Genau wie die täglichen Spiele und die gegenseitige Fellpflege für Ratten sehr wichtig ist. Der Besitzer einer Ratte, die alleine lebt, sollte auf solche Dinge achtgeben, den bei Nichtbeachtung und Ignoranz kann dies schnell in Depression bzw vollständiger Zurückgezogenheit und Agression enden, was weder für den Halter noch für das betreffende Tier akzeptabel ist oder ein dauerhafter Zustand sein sollte. Prinzipiell wird in den Zoohandlungen und auch beim Züchter sehr darauf geachtet, soweit es im Bereich des Möglichen liegt, das keine Ratte alleine verkauft und gehalten wird. Eine gemeinschaftliche Haltung von mehreren Tieren gewährleistet unter anderem nicht nur eine artgerechte Haltung, sondern ermöglicht auch dem Rattenhalter einen Einblick in das gesellige und anschauliche Gruppenverhalten von Farbratten. Zu vermeidende Dinge Zigarettenrauch, intensive Duftkerzen oder chemische Reinigungsmittel schädigen bzw. zerstören den Geruchsinn von Ratten. Genauso sollte man zu laute Musik, Silversterknaller, Hupen, Schreien und andere laute Geräusche unbedingt vermeiden, denn diese schädigen das Gehör. Das Rattenleben gestaltet sich mit dem Gehör, Gespür, Geschmack und Geruchsinn einer Ratte. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihr selbst bei völliger Dunkelheit sich sehr gut zurechtzufinden. Krankheiten und Kosten Es kann vorkommen, das trotz artgerechter Haltung und Ernährung eine Ratte krank wird. Vor der Anschaffung, spätestens beim Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen, sollte ein fachkundiger und mit Farbratten vertrauter Tierarzt gefunden und aufgesucht werden. Typische leichte Erkrankungen, die zu jedem Rattenleben zu gehören, sind so etwas wie eine Erkältung oder einfach nur Schnupfen. Aber auch um eventuell eine Lungenentzündung oder bakterielle Infektion der Atemwege ausschließen zu können, sollte in dem Fall der Tierarzt aufgesucht werden. Leider kommt es bei Ratten vor, das sie im ersten Lebensjahr oder später einen Tumor bekommen, bei frühzeitiger Erkennung und Bestimmung des Gefährdungsgrades des Rattenlebens durch den Tumor, kann dieser auch operativ entfernt werden. Tumorerkrankungen sind durch die Überzüchtung der Hausratte genetisch bedingt. Es gibt Ratten, bei denen brechen sie aus und führen meistens ( ohne operative Entfernung) zum Tod des Haustiers und es gibt auch die Ratten, bei denen brechen keine Tumore aus. Die, mit der tierärztlichen und medikamentösen Behandlung, verbundenen Kosten sind eine nicht zu unterschätzende Ausgabe. Wobei dazu noch gesagt werden muss, das es so gut wie keine rattenspezifischen Medikamente gibt. Anmerkung:
Selbstverständlich ersetzen, die hier veröffentlichten Informationen, keine entsprechende im Buchhandel erhältliche Fachliteratur, geschweige denn einen tierärztlichen Rat.
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